Öl belegt Spitzenposition

Erdöl ist nach wie vor der wertvollste Bodenschatz. Die Rolle, die das „Schwarze Gold“ für die gesamte Entwicklung Aserbaidschans bis heute spielt, ist kaum zu überschätzen. Als „Land des Feuers“ bezeichnet, ist das heutige Gebiet Aserbaidschans bereits seit dem Altertum für seine großen Vorkommen bekannt. Antike und mittelalterliche Texte römischer, persischer, arabischer und türkischer Herkunft berichten ausführlich über die Methoden der Ölgewinnung in Aserbaidschan, im Kaspischen Meer und auf der Absheron-Halbinsel.

Optimale Förderung

Auf Grund der industriellen Revolution im 18. und 19. Jahrhundert gewann die Ölförderung Aserbaidschans an internationalem Gewicht, verbunden mit einer deutlichen Zunahme ausländischer Investitionen. Infolge wurde Baku zu einem Zentrum der Erfindung und erstmaligen Anwendung von Hochtechnologien rund um die Gewinnung und Verarbeitung von Erdöl.

1901 gelang es Aserbaidschan mit 11,5 Mio. Tonnen die weltweit jährlich größte Fördermenge an Öl zu erzielen. Während der Zugehörigkeit zur Sowjetunion wurden im Durchschnitt 23,5 Mio. Tonnen gefördert. 1941 erbrachte man 71,4 % der Gesamt-Ölproduktion der damaligen Sowjetunion. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass die Offshore-Ölförderung in Aserbaidschan ihren Anfang nahm und zur Exploration von Ölfeldern, z.B. „Gurgandeniz“ und „Pirallahi“, im aserbaidschanischen Teil des Kaspischen Meeres führte. Die Entdeckung des Offshore-Ölfelds „Neft Dashlari“ in der Nähe Bakus 1949 machte Aserbaidschan weltbekannt. Ende der 1970er bis Anfang der 1980 Jahre kam es zur Entdeckung weiterer weltweit geschätzter Vorkommen: „Azeri“, „Chirag“, „Kapaz“ oder „Gunashli“ sind Felder, in Meerestiefen von 80m bis 350m, aktuell beträgt Ihr Anteil an der gesamten Ölförderung Aserbaidschans mehr als 60%.

Bedeutende Gasvorkommen

Aserbaidschan gehört zu den führenden drei Ölexporteuren aus dem Kreis der ehemaligen Sowjetrepubliken in Eurasien. Auf 7 bis13 Milliarden Barrel belaufen sich die Ölreserven, so internationale Schätzungen. Neben den enormen Vorkommen an Öl machen die großen Gasvorkommen einen beträchtlichen Teil der Bodenschätze Aserbaidschans aus: sie belaufen sich auf 5 Billionen Kubikmeter. Damit ist Gas nach Öl das wichtigste Exportgut Aserbaidschans. Weitere mineralische Rohstoffe, vorrangig Eisenerz, Buntmetalle und Aluminium, zählen ebenso zu den Bodenschätzen, die auch exportiert werden.