Wechselvolle Zeiten, eindrucksvolle Zeugnisse

Berg-Karabach, auch Nagorny Karabach genannt, das im Westen liegende, von Armenien völkerrechtswidrig besetzte Territorium bietet bewaldete Berge und historische Bauten. Eine Einreise von Aserbaidschan aus in das Gebiet ist aktuell leider nicht möglich.

Ort aserbaidschanischer Kultur 

Die Stadt Susa, mit ehemals rund 60.000, heute hingegen ca. 3000 Einwohnern, war die Heimat bedeutender Dichter und Komponisten sowie Produktionsstätte für äußerst kunstvolle geknüpfte Teppiche. Nach wie vor eindrucksvoll sind u.a. die Stadtmauer, die aus weißem Stein erbaute Ghazanchetsots-Kathredrale sowie, unweit von Susa, die Festung Askeran/Zoraberd. 

Einen Blick in ein ganz anderes Zeitalter ermöglichen 6 Kammern in der Region Füzuli. Diese bilden die aus der Steinzeit stammende Azix-Höhle, eine der ältesten Wohnstätten Euroasiens. Sehenswürdigkeiten in nördlicher Richtung sind u.a. die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts errichtete Moschee von Agdam, das Kloster Gandzasar aus dem 13.Jahrhundert sowie das fotogene Kloster Xudavank, beide landschaftlich reizvoll, nahe einer Schlucht gelegen. 

Hintergrund Berg-Karabach-Konflikt 

Nach Auslösung der Sowjetunion wurde Aserbaidschan unabhängig und von der internationalen Gemeinschaft als neuer Staat anerkannt. In der Folge kam es zur völkerrechtswidrigen, weder von der gesamten internationalen Gemeinschaft noch von Aserbaidschan anerkannten Ausrufung der „Republik Berg-Karabach“ durch die in der Region lebenden Armenier. Der darauf einsetzende militärische Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan in den Jahren 1992 bis 1994 führte zu einer Okkupation von Berg-Karabach sowie weiteren 20 % des aserbaidschanischen Staatsgebiets durch Armenien und der Vertreibung aller Aserbaidschaner. 

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat in insgesamt vier Resolutionen die Rückgabe der besetzten Gebiete an Aserbaidschan gefordert. Auch zahlreiche Vermittlungsversuche und Gespräche führten bis heute zu keinem konkreten Ergebnis.